Die Aare ist ein hebräischer Fluß

oder

Die Hebräer im Bernbiet

Bern war im frühen 18. Jahrhundert stolz, ein Hebräer-Land zu sein – Nirgends in Europa sind hebräische Ortsnamen so zahlreich wie im Bernbiet.

Christoph Pfister


Über die hebräischen Ortsnamen in der Schweiz vergleiche neuerdings das elektronische Wörterbuch

Der Vesuv ist überall

oder das Buch mit dem selben Titel

Der Vesuv ist überall

Ebenfalls lese man über die lateinischen Lehnwörter im Hebräischen und die hebräischen Lehnwörter im Deutschen den Web-Artikel

Eben (2008) ist das neue illustrierte Buch des Autors herausgekommen:

Die Ursprünge Berns. Materialien für eine Neubetrachtung.


Über den grossen Einfluss des Hebräischen auf die deutsche Sprache vergleiche:

Hebraica historica


Startseite:

www.dillum.ch/inhalt


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Ausschnitt aus dem General Plan des Amtsbezirks Bern von 1819

 Dargestellt ist hier das Dorf Bümpliz, der Weiler Bethlehem im Norden und Jerusalem im Südwesten der Ortschaft.

Bearbeitung: Autor


Die Hebräer im Bernbiet

In meinem Buch Bern und die alten Eidgenossen habe ich auch auf die Ortsnamen der Schweiz als Geschichtsquelle hingewiesen.

Die Ortsnamen-Analysen setzte ich fort in meinem Online-Artikel: Die heiligen Berge des Bernbiets .

Dort figurierte am Schluß auch eine Betrachtung über Die hebräischen Namen im Bernbiet.

Aussgangspunkt wurde die Analyse des Ortsnamens Bümpliz.

Der merkwürdige Ortsname ist nicht mehr rätselhaft: Bümpliz ergibt entvokalisiert die Konsonanten-Reihe PMPLS. – Und wer sich etwas in Geschichte auskennt, findet hier mühelos POMPILIUS drin. Dieses Pompilius gibt es auch unter der welschen Form Pompaples als Ortsname bei La Sarraz im Waadtland.

Pompilius und die verwandten Namen Pompejus und natürlich die berühmte Vesuv-Stadt Pompeji haben als Ursprung POMP-ILIUM > ROMA-ILIUM = „römisches Ilium", also „römisches Troja". – Die Kulturen am Beginn der Geschichtszeit waren alle stolz, Trojaner zu sein. Bern bezeichnete sich sogar als „römisches Troja" (vgl. meinen Online-Artikel Bern, ein rechtgläubiges Troja).

Bümpliz heißt Pompeji. Damit wollte die Stadt Bern ihren Namen durch andere bedeutungsähnliche Ortsnamen in der Umgebung ergänzen.

Vom Vesuv, also von Pompeji aus, leiteten die Juden ihre besondere Religion ab: Am Berg Sinai oder am Vesuv empfingen sie ihre göttlichen Gesetze.

Die Alten nun dachten konkret: Bümpliz stellte also den Vesuv oder Pompeji dar. – Am Fuße dieses Berges muß es folglich auch ein himmlisches Rom, ein Jerusalem geben. – Und wo diese Stadt ist, liegt in der Nähe auch der Geburtsort des Heilands Bethlehem.

Nun gab es nördlich des ehemaligen Dorfes Bümpliz einen Weiler Bethlehem. – Als Quartiername lebt der Name fort.

Völlig untergegangen ist jedoch Jerusalem, ein Weiler südlich des Dorfes. – Nicht einmal ein Straßen-Name erinnert daran.

Dort wo es ein Jerusalem und ein Bethlehem gibt, sollte auch ein entsprechender Fluß vorhanden sein. Diesen gibt es auch in dem Heiligen Land rund um Bümpliz.

Neben Jerusalem und Bethlehem gibt es im nördlich anliegenden Bremgartenwald einen JORDE-Weiher (vgl. die Foto).  - Man braucht hier nicht einmal besonders begabt zu sein. Dem Namen liegt der Name des Flusses JORDAN zu Grunde!

Und die Gegend von Bümpliz wird im Westen durch den tief eingeschnittenen Gäbelbach abgeschlossen. - Dieser bildete in alter Zeit den Grenzbach des Amtsbezirks Bern.

Den Grenzcharakter des Gäbelbachs drückt aus sein Name aus. Darin steckt hebräisch gevul = Grenze!

Vielleicht deswegen gibt es im Gäbelbach-Tal einen merkwürdigen Felsaufbruch. Darüber lese man: Steinbrüche oder keltische Denkmäler?

Der Jorde-Weiher nördlich von Bern-Bethlehem im Bremgartenwald

Photo von 2004


Südlich von Bümpliz wird der Ort Jammertal gesucht, dort wo Bern in sagenhafter Frühzeit angeblich eine siegreiche Schlacht geschlagen hat. – Die Jammertal-Geschichte behandle ich ausführlich in meinem Buch Bern und die alten Eidgenossen  (198 ff.); denn sie ist das wichtigste sinnstiftende Ereignis der erfundenen Vergangenheit Berns.

Jammertal hat nichts mit deutsch Jammer zu tun, sondern ist zusammengesetzt aus hebräisch jr = Stadt + ROMA, also „Stadt Rom".

Einige andere hebräische Ortsnamen im Bernbiet

Bei dieser Gelegenheit soll auch auf die übrigen hebräischen Ortsnamen im Bernbiet eingegangen werden.

Da sind zum ersten die Ortsnamen Mülchi im Limpach-Tal und Milken oberhalb von Schwarzenburg zu erwähnen. Die Deutung ist die gleiche wie das Melch-Thal in Obwalden: Darin versteckt sich hebräisch melech = König!

In der markanten Stockhorn-Kette westlich von Thun fallen Bergnamen wie Hohmad, Hochmattli und Hochmatt auf. –Die konventionelle Interpretation als der schweizerdeutsche Ausdruck „hohe Matte" überzeugt nicht – das ist Vulgär-Etymologie.

Nun gibt es das hebräische Wort homah (chomah), was Stadtmauer, Verteidigungsmauer heißt. – Sieht die Stockhorn- oder Gantrisch-Kette vom nördlich davor liegenden Mittelland nicht wie eine zinnenbewehrte Ringmauer aus?

Nördlich von Thun heißt ein voralpines Gebirgstal mit Ost-West-Orientierung das Eriz. – Da ist es wirklich erstaunlich, daß niemand auf die richtige Deutung gekommen ist, zumal hier das hebräische Wort eretz = heiliges Land fast unverändert übernommen wurde.

Die Philologen haben nicht an ein hebräisches Wort gedacht, weil eben nicht sein darf, was nicht sein kann (oder umgekehrt). – Statt dessen wurden unsinnige Deutungen wie „Genitiv des Personennamens Erhard" (!) vorgeschlagen.

Am Ost-Ende des Eriz-Tals beginnt die markante Gebirgskette des Hohgant, der „Krone des Emmentals" (vgl. Abbildung). – Natürlich kann man hier nach „keltischen" Namens-Wurzeln suchen und vielleicht eine „steinerne Öde" konstruieren.

Der Hohgant

Aufnahme des Autors vom Schallenberg-Paß aus, 1978


Der Hohgant aber als Fortsetzung des ERIZ läßt hebräisch haggan = der Garten durchscheinen – Und gemeint ist nicht irgendein Garten, sondern der Paradiesgarten EDEN.

Das Bergdorf südlich des Hohgants heißt Habkern. – Auch hier springt das hebräische Wort dem Kundigen hervor: hakohen = der Priester.

Die drei hebräischen Namen Eriz, Hohgant und Habkern auf einem relativ engen Gebiet nördlich des Thunersees erlauben, von einer hebräischen Namenlandschaft am Rande des Berner Oberlandes zu sprechen. – Weshalb gerade dort eine solche geschaffen wurde, bleibt rätselhaft.

In diesem Zusammenhang ist auf eine neue Deutung des Flusses Aare hinzuweisen. - Zwei Dinge sind beim Namen AARE zu beachten.

Zum ersten lautet der ursprüngliche Name die Aar, also ohne Endungs-E. Deshalb heißen die verbundenen Bezeichnungen im Berner Oberland immer noch Ober-Aar-Gletscher oder Lauter-Aar-Horn.

Dann ist seit dem Fund des Zinktäfelchens im Thormannbodenwald auf der Engehalbinsel auch der antike Name AROR, latinisiert ARURA bezeugt. - Wie die übrigen lateinischen Flußnamen ist dieser trotz der weiblichen Endung männlich, also zum Beispiel Arura pulcher = die schöne Aare.

Ferner muß darauf hingewiesen werden, daß der lateinische Namen der Saône in der französischen Freigrafschaft gleich ist wie die lateinische Aare, also ARAR (Aare: AROR). - Gleiche Namen aber weisen auf einen kulturellen und politischen Zusammenhang hin. - Bildete das Land zwischen Saône und Aare offenbar einmal ein einheitliches Gebiet?

Trotzdem meine ich, daß die AAR in der heutigen Form vom Hebräischen kommt: nahar = Fluß. - Es wäre schwer verständlich, wenn der große Fluß des Bernbiets lateinisch oder keltisch benannt worden wäre. - Bern mußte sich aus dem großen Prestige heraus, welches das Hebräische in seinem Gebiet genoss, eine solche Bezeichnung zurechtlegen.

Auf jeden Fall ist die Aare als heiliger Fluß zu betrachten - gleich wie die Emme!

Die bisherigen Befunde zeigen, daß Bern zu Beginn der plausiblen Geschichte - ich sehe dies in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts – stolz darauf war, ein hebräisches Land zu sein und diese Legende pflegte. – Die judenchristlichen Akzente wurden später aus der Geschichte getilgt. Nur die Ortsnamen erinnern noch - gleich Findlingen in der Landschaft – an heute fremdartige Glaubensvorstellungen in unserem Gebiet.

Bern hatte natürlich kein Monopol mit hebräischen Ortsnamen. Bei der Betrachtung der Namenlandschaft von Olten ist mir der Name des Passes Hauenstein aufgefallen.

Der HAUEN-Stein enthält das hebräische Wort ha'av = der Vater!

In dem neuen Buch Der Vesuv ist überall ist eine eigene Rubrik den hebräischen Ortsnamen in der Schweiz gewidmet.


Letzte Ergänzungen: 4.5.2006/2/2008