Die aktuelle Gemäldegalerie von Dillum

Auf dieser Seite werden der Reihe nach bedeutende Bilder in guten Reproduktionen vorgestellt.

Startseite: www.dillum.ch


Zitate:

Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll

Ludwig von Mises


La seule cause de la dépression est la prospérité.

Clément Juglar: Les crises commerciales et leur retour périodique (1860).


Wenn der Wasserspiegel steigt, steigen alle Boote. Diese einfache Beobachtung mag in der Regel stimmen. Aber wenn mehrere Boote ein Leck haben, werden sie trotz des höheren Pegels sinken. Übertragen auf die Notenbanken – insbesondere den Gelddrucker-Meister Ben Bernanke – heißt das: Zwar können Zentralbanken zur Konjunkturbelebung die Geldmenge gewaltig ausweiten und damit zunächst auch die allgemeinen Vermögenswerte in die Höhe treiben, allerdings wird das nicht ohne handfeste Folgen bleiben.

Marc Faber, 5.5.2009


Die weltweite Finanzkrise ist auch eine Gesellschaftskrise. Man lese darüber die Kommentare auf der Webseite von Walter Eichelburg:

 

www.hartgeld.com


Welcher Staat geht zuerst Bankrott, Grossbritannien oder die USA?

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Nicht nur Kleinstaaten wie Griechenland oder Irland sind in einer finanziell gefährlichen Schieflage.

Die USA verschulden sich gegenwärtig mit fast 2 Billionen Dollars pro Jahr. Der Schuldendienst ist neben dem Militär der zweitgrösste Budget-Posten geworden und zwingt den Bund - aber auch die Gliedstaaten - zu schmerzhaften Kürzungen. Lange kann Amerika diese wahnsinnige Schuldenwirtschaft nicht mehr weiterführen. Das Imperium wird Bankrott gehen.

Aber für die Weltmachtspolitik stellen die USA gegenwärtig noch jede Summe zur Verfügung: Das Militär, die Rüstung und der Krieg beanspruchen 57% der Ausgaben!

Vgl. die aktuelle Analyse:

http://ebisreport.blogspot.com/2010/02/usa-noch-dieses-jahr-bankrott-jeder-5.html

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Grossbritannien erlaubt sich gegenwärtig ein Budgetdefizit in der Höhe von 10% des Bruttosozialprodukts. Die Bankenrettungen im UK haben unglaubliche Summen gekostet. Und trotzdem ist die Wirtschaft weiter in einer schweren Krise. Die angesagten Kürzungen im Staatshaushalt werden kaum ausreichen. Das Königreich steht am Rande des finanziellen Abgrunds.

Vgl. die Analyse:

http://www.handelsblatt.com/politik/international/oekonomen-warnen-vor-britischem-staatsbankrott;2131304

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Wie viele Tage bis zum €-Kollaps?

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Anfangs Mai haben die EU-Minister und Ministerpräsidenten die Gemeinschaftswährung Euro mit sagenhaften 750 Mia. (!) angeblich "gerettet". Und finanziell schwache Länder, also hauptsächlich die Mittelmeerstaaten, bekommen jede erdenkliche Summe zugesteckt, um gegenüber den Geldgebern gerade dastehen zu können.

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Aber diese Riesensummen scheinen nichts nützen. Erstens sind sie nur versprochen. Und wenn es ums Zahlen geht, wird jeder kneifen. Das Ganze ist ein riesiger Bluff, nur dazu da, sich noch etwas Zeit bis zum Kollaps zu kaufen. - Die Welt-Finanzkrise schwelt weiter.

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Seit Monaten weiss man, dass vielen Ländern ein finanzielles Armageddon bevorsteht: Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, Lettland - am Schlusse selbst das UK oder die USA. - Und wird der Euro, das britische Pfund oder der US-Dollar zuerst einen Crash erleiden? - Alle führenden Währungen (und Staaten) sind in derselben hoffnungslosen Lage: zu viele Schulden, sinkendes BSP, desolate Lage des Staatshaushaltes.

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Ganz Europa ist zu einer Schulden-Union, einer Transfer-Union verkommen. Die Staaten geben sich europäisch, also solidarisch. - Aber wenn es wirklich kracht, dann handelt jedes Land zu seinem eigenen Vorteil. Also ist abzusehen, dass die Währungsunion bald auseinander fliegt.

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Das €-Geld wird es also weniger als 10 Jahre nach seiner Einführung nicht mehr geben. - Gegenwärtig ist das nur noch eine Frage der Zeit: von Monaten, von Wochen oder auch nur von Stunden.


Wie läßt sich die Finanzkrise lösen?

 

Die obigen Zitate sagen deutlich: Grund für eine Finanzkrise ist das zu viele Geld. Geld sind Schulden und umgekehrt. Und sobald die Schulden größer sind als die Einkommen, aus denen sie verzinst und getilgt werden, entsteht eine Überschuldung. In ihr haben die einzelnen Schuldner, der Staat, die Unternehmen, eine ganze Volkswirtschaft ein Problem: Die Schulden erdrücken die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Also schrumpft der Handel und der Konsum, und die Investitionen werden zurückgefahren. Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist da.

 

Der Schuldendruck läßt sich nur so lösen, daß man die Last der Forderungen verringert. Man läßt sie krachen („crashen“). Das ist unangenehm: Viele Unternehmen gehen kaputt, Banken schließen, der Staat kann die Gehälter und Investitionen nicht mehr bezahlen.

 

Die Politiker, Bankiers und Unternehmer, welche diese irrwitzige Verschuldung veranlaßt haben, müssen verschwinden. – Den Einzelnen trifft es ebenfalls: Vielleicht wird er zeitweise arbeitslos, verliert seine Ersparnisse bei der Bank.

 

Aber in einer solchen Krise bleibt der Produktionsapparat, bleiben die Sachvermögen bestehen. Und nach und nach kommt die Wirtschaft wieder in Gang: Neues Geld, neue Kredite, eine neue Konjunktur entsteht.

 

Auf der Strecke bleiben die Staaten, die zu viel Geld verteilt und damit Schulden angehäuft haben, die unrentablen und heruntergewirtschafteten Unternehmen; die Haushalte und Personen, die falsch spekuliert haben.

 

Eine Finanzkrise läßt sich auch nicht mit neuer Geldschöpfung („Rettungspakete“, „Notenpresse“) bekämpfen. Damit verschlimmert man die Krise und verlängert sie.

 

Ohne Finanzkrise keine Konjunktur, kein neues Wachstum.


Was wird passieren, wenn das Schlimmste eintrifft?

Man lese dazu:

http://schnittpunkt2012.blogspot.com/2009/05/ausschreitungen-soziale-unruhen.html


Wehe, wehe Babylon!

"Moscow City", Moskau (links) - Breughel: Der Turm zu Babel (rechts)

Die internationale Finanzkrise hat weltweit den Bau von Hochhäusern zum Erliegen gebracht. Bereits begonnene Projekte, wie oben links "Moscow City" werden wegen ausbleibender Kredite gestoppt. - Es ist wie beim biblischen Gleichnis vom Turmbau zu Babel (Genesis, 11): Menschliche Hybris kommt unausweichlich zum Einsturz.


In diesen Tagen. Wochen und Monaten (November 2009) erleben wir gerade eine weltweite Finanzkrise von historischem Ausmaß. Innert Stunden werden an den Börsen Milliardenwerte vernichtet. Eine Bank nach der anderen muß ihren Offenbarungseid leisten. Firmen geraten in Not, selbst Staaten. Gewaltige Reichtümer lösen sich in Luft auf. Die Regierungen sind hilflos, ebenso die Bürger.

Die eilig zusammengebrauten Rettungsmaßnahmen, die Milliarden von öffentlichen Stützungsgeldern und Staatsgarantien nützen nichts. Sie wirken wie Wasser auf dem heißen Stein. Der Zusammenbruch des Kredit- und Geldsystems scheint nicht mehr aufzuhalten.

Wenn der Kredit zusammenbricht, steht die Wirtschaft still. Nichts wird mehr produziert, geliefert oder gehandelt. Not bricht aus, zuletzt Kriege und Bürgerkriege. - Der mögliche Horror ist nicht zu überbieten.  - Die Szenarien kann man ausmalen. Aber was wirklich kommt, wissen wir nicht.

Paul C. Martin, genannt Dottore, der große Prophet des finalen Crashs hat in einem seiner Bücher (Aufwärts ohne Ende, 1988) schon vor zwanzig Jahren den Untergang eines auf Überschuldung beruhenden Finanzsystems auch mit Worten der Bibel, genauer gesagt mit der Offenbarung des Johannes (der Apokalypse) erklärt:

Gefallen, gefallen ist die große Stadt Babylon, ... Und die Kaufleute der Erden weinen und trauern, .... denn in einer Stunde ist dieser große Reichtum verwüstet worden.

(Cecidit, cecidit Babylon magna, .... Et negotiatores terrae flebunt et lugebunt super illam, ... quoniam una hora destitutae sunt tantae divitiae.)

(Apokalypse des Johannes, Kapitel 18)

Auch für die heutige Welt wird einmal das finanzielle Armageddon kommen, die Kernschmelze des Weltfinanzsystems.

Paul C. Martin (Aufwärts ohne Ende) umschreibt die finanzielle Apokalypse auch mit den Worten von Stan Salvigsen, dem langjährigen Chef-Ökonom von Merrill Lynch:

Eines Tages kommt der ultimative Margin Call, die letztmalige Aufforderung, nachzuschießen, wo es dann aber nichts mehr nachzuschießen gibt, weil der zum Nachschuß aufgeforderte Partner selbst am Ende ist.


Paul Signac: Der Papstpalast von Avignon, 1900 (73 X 92 cm); Musée d'Orsay, Paris


Welche Stadt aber ist Babylon?

Es ist erst in zweiter Hinsicht die bekannte Ruinenstadt am Euphrat im Zweistromland.

In der Bibel steht Babylon für Avignon, die Papststadt an der Rhone in Südfrankreich.

Zwei Gründe gibt es dafür:

Das Aussehen: Die Stadt Avignon hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem alten Babylon: Beide Städte liegen am linken Ufer eines Flusses und haben ähnlich aussehende Ringmauern und Paläste (siehe das obenstehende Gemälde).

Der Ortsname: BABYLON (PPL) enthält papalis (PPL) = päpstlich, bedeutet also die Papst-Stadt. Bekanntlich residierte der Papst anfänglich (vielleicht vor 300 Jahren) in Avignon, bis er aus unbekannten Gründen nach dem heutigen Rom am Tiber transferiert wurde.

Avignon selbst findet sich ebenfalls im Zweistromland im Namen der zweiten Sündenstadt neben Babylon:

Avignon, lateinisch AVENNO(NEM) = VNN > NNV = NINIVE

Nicht nur Babylon, auch Ninive muß fallen!

Der Prophet Zephanja droht Ninive mit deutlichen Worten:

Wehe der greulichen, unflätigen, tyrannischen Stadt!

Vae provocatrix et redempta civitas!

(Zephanja, 3, 1)


Auch Aventicum bedeutet Avignon

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit der "Römerstadt" Aventicum, französisch Avenches (Kanton Waadt, Schweiz), mit dem abgegangenen deutschen Namen Wiflisburg.

Vergleiche darüber den Artikel Avenches - Aventicum - Wiflisburg - Neapolis

Die Namensähnlichkeit zwischen Aventicum und Avignon ist verblüffend:

AVENTICUM = VN(T) = AVENNO(NEM) = VNN

Es gibt aber auch frappante Ähnlichkeiten in ihrer Geschichte:

Avignon war Bischofstadt, bevor der Bischof aus unbekannten Gründen nach Rom zog.

Aventicum war Bischofstadt, bevor dieser aus unbekannten Gründen nach Lausanne zog.

NOTA BENE: Aventicum galt auch als eine helvetische Kaiserstadt. Denn der vesuvianische Gottkaiser Vespasianus Titus soll dort, wenn nicht geboren, so doch seine Jugendzeit verbracht haben.


Giovanni Segantini (1858 - 1899): Pascoli di primavera, 1895

155 x 95, Milano: Brera


Das Gemälde hat einen besonderen Reiz. Es stellt eine Alp in realistischen Farben und in natürlichem Licht dar. Trotzdem verströmt das Bild einen künstlerischen Charme. Man könnte es alpinen Impressionismus nennen.


Giovanni Giacometti

(1868 - 1933)

Frühling im Bergell (Springtime in Val Bregaglia)

Öl auf Leinwand, 65 x 60 cm

Im Juni 2008 in der Galerie Koller (Zürich) für 1, 3 Mio. CHF an einen Schweizer Sammler verkauft.

Kein Schweizer Maler des 20. Jahrhunderts hat die Schweizer und besonders die Bündner Bergwelt so gut von den Farben und von der Stimmung her eingefangen.


Ivan Konstantinowitsch Ajvazovski (1817 - 1900)

Nach dem Sturm, 1892

Verkauft von der Galerie Koller, Zürich, Frühjahr 2008


Jakob Philipp Hackert

(1737 - 1807)

Blick auf das Volturno-Tal in Richtung Capua

Öl auf Leinwand, 120 x 168 cm

Im März 2008 von der Galerie Koller (Zürich) für CHF 710'000 verkauft.


Ivan Konstantinovich Aivazovsky

(1817 - 1900)

Ein Poet inmitten von Fischern im Hafen von Neapel. Im Hintergrund der rauchende Vesuv.

Öl auf Leinwand, 118 x 192 cm.

Im Herbst 2007 von der Galerie Koller (Zürich) für CHF 3 Millionen (1.8 Millionen €) verkauft.


Der hohe Preis zeigt, wie begehrt russische Kunst geworden ist. - Man darf einen russischen Käufer des Gemäldes vermuten.


Relief aus Medinet Habu (Ägypten): Gefangennahme der Seevölker-Krieger

Die Darstellung hat Ähnlichkeiten mit der Renaissance-Kunst der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts: Die Invasion der "Seevölker" in Ägypten war identisch mit dem Versuch der mittelalterlichen französischen Könige (Kreuzfahrer, Ludwig dem Heiligen), die Kontrolle über das Nildelta (Damiette) zu gewinnen.


Das alte Schloss Schadau bei Thun mit dem Niesen und der Blümlisalp im Hintergrund 

Aquarell von Jacques Henri Juillerat, um 1825

(Kunstmuseum Bern)

Reproduziert in: Der Vesuv ist überall


Die Urbanoglyphe von Pompeji

(Skizze: Autor, 9.09)

Die Beschreibung der Figur in diesem antiken Stadtplan folgt später. Hier nur das Wichtigste: Pompeji (= POMPILIJUM > ROMANUM ILJUM, römisches Iljon) in seinen Stadtmauern stellt einen Fisch dar, mit dem Amphitheater als Maul oder Maulring. - Die Altstadt (braun) versinnbildlicht einen Löwen (das Wappentier von Troja), mit der Curia als Auge.

Das Netz der Strassen der Neustadt spielen auf die Fisch-Venus und ihr Netz an.

Verwandt mit dem Grundriss der Hafenstadt von Pompeji ist jener von Ostia.

Die Deutung der Urbanoglyphe (= figürlicher Stadtgrundriss) folgt den Erkenntnissen von Herwig Brätz.