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Die Kelten in der Schweiz - die keltische Vergangenheit der Schweiz - Viereckschanzen - Radiästhesie - Schalensteine - Menhire - Steinkreise - Ortsnamen - Burgen und Erdburgen - Rätsel der Vorgeschichte - Geschichtskritik, Chronologiekritik

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IG Keltenfreunde Schweiz

(vormals Beltaine Vereinigung der Keltenfreunde)

c/o

Christoph Pfister, Route de la Maison Neuve 13, CH-1753 Matran, 026 322 82 34

frunberg@gmail.com

www.dillum.ch


Danke an alle Mitglieder, die am 8.4.2017 zu dem Treffen in Laupen gekommen sind.

Der nächste Anlass wird eine Besichtigung der Arena auf der Engehalbinsel in Bern sein.

Datum: zweite Hälfte Mai 17

 


Das rätselhafte Dreieck an der Aussenmauer der Arena auf der Engehalbinsel bei Bern

Foto: Autor, 21.5.2016

Zumindest die drei Orientierungen sind klar: 290° NW, 42° NE, Nord-Süd



 

Luftaufnahme der Burgruine Grasburg mit eingezeichneter Kantonsgrenze BE/FR


Das Denkmal für Berchtold von Zähringen in Bern

Foto: Autor, 31.10.2013

PS: Danke an alle, die zur Denkmal-Führung am 12.4.2014 in der Nydegg von Bern gekommen sind.


Weitere Informationen über Entdeckungen und Erkenntnisse bei Führungen der IG Keltenfreunde Schweiz:


Eine Entdeckung von 2012: Das Hohlweg-System am Nordabhang des Humbergs, südlich von Bollodingen (Oberaargau, Bern)

Details des Hohlwegsystems von Bollodingen-Fridau

Es ist dies ein Blick nach Südwesten. Rechts erkennt man die Flanke des zentralen ovalen Hügels. Links sind zwei Gräben und ein Wall des länglichen Hohlwegsystems zu sehen.

Deutlich ist erkennbar, wie die Gräben und Wälle spitz zulaufen, also ursprünglich nicht zum Begehen gedacht waren.

Aufnahme: Felix Brodmann, Burgdorf, 25.3.2012

www.brodmann.ch



Die Nydegg: ein besonderer Teil der Altstadt von Bern

(Vergleiche den Artikel: Die Burg Nydegg in Bern)


Die Nydegg war zuerst wohl eine Erdburg.

Hernach wurde an dieser Stelle eine "mittelalterlichen" Burg errichtet.

Nach der Zerstörung der Burg wurde die heutige gotische Nydegg-Kirche gebaut.

Besonderheiten:

Die Nydegg wirkt noch heute wie ein besonderer Stadtteil innerhalb der Altstadt von Bern.

Man darf die Nydegg als alten keltischen Kraftort ansprechen.

Und im Grundriss der alten Burg zeigt sich eine Tierfigur.


 

Befunde der ehemaligen Burg Nydegg ( grün)

Plan der alten Nydegg-Kirche (rot)


Das Zinktäfelchen vom Thormannbodenwald auf der Engehalbinsel bei Bern

Nach dem Verfasser ist die Votiv-Inschrift DOBNORAEDO GOBANO BRENODOR NANTAROR folgendermassen zu übersetzen:

Dem Wagnergott Gobanus die Leute von Brenodurum im Aaretal.


Sonnen- und Mondwenden für den 47. Breitengrad

Eine Hilfe für vermessungskundliche und archäoastronomische Fragen im Gelände, besonders des Schweizer Mittellandes.


Sonnenwenden

Sommersonnenwende: 53.2° NE (astronomischer Wert)

Wintersonnenwende: 124.6° SE (astronomischer Wert)

Frühlings- und Herbst-Tag- und Nacht-Gleiche (Äquinoktien): 270°)

Mondwenden

Grosse nördliche Mondwende: ca. 46° NE

Kleine nördliche Mondwende: ca. 63° NE

Grosse südliche Mondwende: ca. 136.5° SE

Kleine südliche Mondwende: ca. 242.7° SW

Elongationen

190° SE

351° NW

Keltische Himmelsrichtungen (gemäß der keltischen Landvermessung)

In Klammern: Komplementärwinkel

281° NW (12° NE

61° NE (150° SW)

58° NE (Azimut des ersten Sonnenaufgangs zur Zeit der Sommersonnenwende)

77° NE

Sonnenwendlinie: 126° SE/306° NW

Komplementärwinkel: 36° NE/216° SW



Weitere Inhalte

·        Die Schweiz kennt ihr keltisches Erbe nicht

(Werbeblatt)

·        Die Bronzescheibe von Nebra oder Sangerhausen

Zusammenfassung eines Artikels von Martin Kerner

·        Über die Steinreihen von Mettmenstetten

(Bemerkungen zu den Steinsetzungen in dieser Gemeinde im Kanton Zürich)


 

Die Schweiz kennt ihr keltisches Erbe nicht

So lautete der Untertitel eines Artikels, der im Jubiläumsjahr der Eidgenossenschaft 1991 in der NZZ erschienen ist. Und diese Feststellung gilt noch heute: Nach Meinung der Archäologen beschränken sich die keltischen Spuren in unserem Lande auf ein paar Befestigungsanlagen, einige Ortsnamen und vereinzelt entdeckte Gräber und Goldschätze.

Dabei nahm das Keltenland die ganze Breite Europas nördlich des Mittelmeeres ein; und die Kultur dieser Völker stand denen der Griechen und Römer in nichts nach. Einzelne Forscher haben schon vor langem darauf hingewiesen, daß fast alle unsere Fluß- und Ortsnamen, aber auch viele religiöse und rechtliche Überlieferungen, keltisch sind und auf die Vorzeit zurückweisen. Und diese Spuren sind noch heute nachzuweisen: Es gab keine „Römer" oder „Barbaren", die diese ausgelöscht haben.

Vor einigen Jahren hat sich der Unterzeichnete als Historiker und Heimatforscher vorgenommen, die Spuren der Kelten in unserer Landschaft zu suchen – und er hat sie gefunden. Unser Land ist buchstäblich übersät mit keltischen Resten, denen man auf Schritt und Tritt begegnet.

Die bisherigen Entdeckungen sind schlichtweg erstaunlich, obwohl sie erst den Anfang bedeuten. Da verraten uns Steine alte Orientierungen, da erscheinen Burgen in einem neuen Zusammenhang und findet sich in der Landschaft ein alter Sonnenkalender.

Alle diese Dinge zu erforschen, übersteigt die Möglichkeiten eines Einzelnen. Der Autor möchte andere Personen und weitere Kreise teilhaben lassen an dieser phantastischen Reise in unsere geschichtliche und kulturelle Vergangenheit. Deshalb wurde 1998 die BELTAINE-Vereinigung der Keltenfreunde gegründet.

Der Verein organisiert Vorträge, Führungen und Zusammenkünfte und bietet Gleichgesinnten eine Plattform und einen geselligen Rahmen.

Ob als Laie oder als Forscher – jeder kann Mitglied werden und mitmachen an der ideellen Suche nach den Schätzen der Helvetier.

2003 wurde die Beltaine-Vereinigung in Interessengemeinschaft (IG) Keltenfreunde Schweiz umbenannt.

Die IG Keltenfreunde Schweiz ist gesamtschweizerisch, wobei West- und Ostschweiz in gleicher Weise vertreten sind. Verbindungen zum Ausland bestehen ebenfalls.


Martin Kerner

Die Bronzescheibe von Nebra oder Sangerhausen

Bemerkungen aus archäoastronomischer Sicht


 

Der Artikel stellt eine Zusammenfassung dar, welche ich vom Autor zugestellt bekam. Der abschließende Bericht über die Scheibe von Nebra findet sich in Helvetia Archaeologica, Heft 3, 2003.


Die Bronzescheibe von Nebra oder Sangerhausen (Sachsen-Anhalt)

Durchmesser: 32 cm


Die frühe Astronomie war auf die Entwicklung der Kalender ausgerichtet. Die Kalenderscheibe von Sangerhausen oder Nebra zeigt in ihrer ursprünglichen Version in ihrer Mitte die Sichel des Mondes, den Planeten Venus und das Sternbild der Plejaden symbolhaft.

Die Goldpunkte auf der Scheibe stellen keine weiteren Sternbilder dar, da sie geometrisch angeordnet sind. In ihrer zeitlichen Dimensionen sind sie mehrdeutig und werden auch geometrisch mehrfach benutzt. Die beiden konzentrischen Kreise um die Venus mit je acht Goldpunkten kennzeichnen ihr Erscheinungsbild als Morgen- und Abendstern während ihrer Sichtbarkeits-Perionen in Lunationen und symbolisieren den Venuskalender.

Die Scheibe von Sangerhausen – Nebra ist eine geometrisch-symbolische Darstellung des Tripelpunktes der drei frühen lunisolar-planetoiden Kalender, die gleichzeitig benutzt wurden und bis heute in Gebrauch sind.

Drei Goldbögen sind nachträglich auf die Scheibe aufgebracht und entsprechen den Untergangs-Azimuten der Sonne während ihres Jahreslaufes, sowie der Mondbahn zur Zeit der nördlichen Mondwende.

Die Kalenderreform offenbart sich auf der Scheibe als Übergang von der pragmatisch-symbolischen Himmelsbeobachtung zur messenden geometrischen Astronomie.

In ihrer ersten Version war die Scheibe von Nebra wahrscheinlich eine Art Zepter der Kultfigur einer Planetengöttin. Sie besaß einen Schaft, der nach den späteren Veränderungen nicht übernommen wurde. Ähnliche Zepter wurden in Bernstorf (Deutschland) und in Falera (Graubünden, Schweiz) gefunden.

Eine Ergänzung zur Kalenderscheibe von Nebra:

Ich habe anfangs Juni dem Autor einen Artikel zugestellt, worin ein Forscher die Kalenderscheibe sogar astronomisch datieren wollte. Herr Kerner hat mir darauf freundlicherweise geantwortet. - Die wichtigsten Feststellungen seien hier wiedergegeben:

Für eine Identifikation der Sternbilder zu einem bestimmten Zeitpunkt fehlt der Sinngehalt. Die Bedeutungen sind unklar.

Die Scheibe sei jedoch im Gehalt vorbiblisch, passe zu einer matriarchalischen Religion.

Man kann daraus erschließen, daß die Scheibe tatsächlich echt ist und eine vorgeschichtliche Astronomie und Mythologie wiedergibt.

Die Kalenderscheibe von Nebra ist ein interessanter Fund - auch jenseits der journalistischen und archäologischen Sensationsmache.

20.6.2004


Über die Steinreihen von Mettmenstetten ZH

Die Beltaine-Vereinigung hat bereits zweimal eine Geländebegehung zu den Steinreihen von Mettmenstetten im Knonauer Amt südwestlich von Zürich gemacht.

Die Steinreihen sind rund um den Ort zu finden. - Die dortige Gemeindeverwaltung hat darüber sogar eine - allerdings schlecht zusammengestellte und unhandliche - Dokumentation herausgegeben.

Die interessantesten Steinreihen finden sich nördlich des Ortes in den den dortigen bewaldeten Höhenzügen.

Neben der gewinkelten Steinreihe im Grüthau (Koordinaten: 677450/234250) ist besonders die ebenfalls winkelförmige Steinsetzung Wellenweid am Ostabhang des Homberges, westlich des Weilers Herferswil bemerkenswert (Koordinaten: 679285/233875).

Die letztere Steinreihe ist gut erhalten. Und besonders die Winkelspitze erweist sich als ein Markpunkt erster Ordnung in dem von mir entdeckten System der keltischen Landvermessung. - Ein paar Rechungen belegen dies:

·        Wellenweid - Üetliberg, Hauptwall, SW-Ende

Winkel: 180° (!); Distanz in Metern: 11125; Distanz in keltischen Meilen: 5 (!)

·        Wellenweid - Burgruine Wartau SG

Winkel: 101.4° SE; Distanz in Metern: 78019; Distanz in keltischen Meilen: 35 (!)

Die präzisen ganzzahligen Distanzen sollen hervorgehoben werden und belegen den Ursprung dieser Steinsetzungen in vorgeschichtlicher Zeit.

Ebenfalls hervorgehoben werden soll der Kirchturm von Mettmenstetten als wichtiger Markpunkt. Dieser steht sogar im Achsenkreuz eines wichtigen Hauptazimuts der alten Landvermessung. - Zwei Rechnungen beweisen das:

·        Kirchturm Mettmenstetten - Pflugstein bei Herrliberg

Winkel: 61.1° NE; Distanz in Metern: 12742; Distanz in keltischen Meilen: 5.7

·        Kirchturm Mettmenstetten - Stein bei der Schlüfi, im SW der Ortschaft

Winkel: 150° SE; Distanz in Metern: 1000

Bei letzterer Rechnung ist zu sagen, daß 150° SE der Komplementärwinkel zu 61° NE darstellt.

Die Steinreihen von Mettmenstetten lohnen einen Besuch. - Welche Bedeutung diese Zeugnisse aus der Vorzeit neben den Vermessungsbezügen sonst noch gehabt haben, wird sich natürlich nie ergründen lassen.

1/2004