Die Burgstelle Sternenberg bei Scherliau (Gemeinde Köniz BE)

Die Anlage zeigt sich als reine Erdburg, aber von beachtlicher Größe.


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Sternenberg bei Scherliau: Ansicht von Südwesten

Foto: Autor, 28.7.2013


Sternenberg bei Scherliau: Ansicht von Südwesten.

Foto: Autor, 28.7.2013


Die Lage

Die Burgstelle Sternenberg liegt unmittelbar südöstlich beim Weiler Scherliau, am Rande eines Steilhangs zum linken Rand des Bütschelbachs und gehört zur Gemeinde Köniz.

Da der Burgplatz unbewaldet ist, ausgenommen der Steilhang zum Bütschelbach, ist er von Südwesten, von der Strasse nach Oberbalm, gut zu sehen und sofort als besonderer Hügel zu erkennen.

Beschreibung

Sternenberg bei Scherliau besteht aus einem Burghügel von länglich-ovaler bis dreieckiger, leicht gebogener Form mit einer nach Nordwesten gerichteten Längsachse.

Auf der nordwestlichen Stirnseite zeigt eine vor dem Abhang gegen den Bütschelbach sichtbare Delle im Gelände den Ansatz eines heute zugeschütteten Grabens. Dieser also hat sich die ganze gegen Südwesten gerichtete Längsseite hin gezogen. Heute verrät nur mehr ein Absatz im Gelände vor dem Burghügel den ehemaligen Graben.

Mauer- oder auch nur Mörtelspuren sind nicht zu erkennen. Sternenberg bei Scherliau war eine reine Erdburg. Diese aber hatte eine beachtliche Grösse: Das Plateau hat eine Länge von etwa 60 und eine mittlere Breite von etwa 25 Metern.

Der Ortsname

Der gängige Ortsname STERNEN ist identisch mit dem deutschen Wort STERN (STRM) und lässt sich entschlüsseln als S.TRM = SANCTAM TROJAM, Sancta Troja = heiliges Troja.

Geschichtsschrott und Märchengeschichte statt Beschreibung

 Bisher hat sich niemand die Mühe gemacht, den doch gut sichtbaren Burghügel von Scherliau genauer zu beschreiben, zu besuchen oder sogar einen Plan zu erstellen. 

Statt dessen begnügte man sich, die Erwähnung der Burgstelle mit irrelevanter Märchengeschichte, mit Geschichtsschrott zu überdecken: Es wird gesagt, die Burg sei Stammsitz der "Grafen von Laupen-Sternenberg" gewesen. - Wie man zu diesen Adeligen gekommen ist, bleibt allerdings rätselhaft.