Die Burg Reckenberg bei Signau BE

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Ansicht des Burghügels von Reckenberg bei Signau von Osten. Man erkennt hinter der Biegung der Fahrstrasse den ehemaligen Kiesabbau, der die Motte im NE angerissen hat. Rechts hinten ist ein alter Speicher sichtbar.

Aufnahme: Markus Schilt, 4.8.2011


Beschreibung

Die Burgstelle Reckenberg liegt in der Gemeinde Signau, etwa 3 km östlich des Dorfes auf dem Bergrücken zwischen Ilfis und Emme.

Der Burghügel mit 928 m Höhe ü.M. schließt einen gegen SW gerichteten Sporn ab und ist als natürlich anzusehen.

Die Burgstelle liegt heute in der Biegung eines von N, von den vier Gehöften namens Reckenberg kommenden Fahrweges. In der Kurve wurde zur Anlage des Weges und für weitere Bauzwecke Kies abgebaut. So ist der NE-Abhang des Burghügels heute abgerissen.

Abgesehen vom Kiesabbau ist der rundliche oder ovale Burghügel gut erhalten. Die Fläche seines unebenen Plateaus ist mit etwa 25 x 30 Metern, die Masse des gesamten Burghügels mit etwa 50 x 60 Metern zu veranschlagen. – Die Höhe der Motte selbst beträgt gute 10 Meter.

Auf der geschützten SW-Seite hat der Burghügel in zehn Meter Tiefe ein sichelförmiges unteres Plateau.

Gegen N hat das Burgplateau einen halbrunden Anriß. Es wird gesagt, dort hätten sich Keller befunden. – Doch könnte an jenem Plateaurand auch ein alter Sod zu vermuten sein.

Ursprünglich ist auf der Bergseite vor dem Burghügel ein sichelförmiger Abschnittsgraben anzunehmen. Von einem solchen ist aber nichts erhalten.

Früher stand auf dem markanten Burghügel nur die noch erhaltene, etwa 150jährige Linde. Heute ist die Motte dicht bewachsen. – Wäre dies nicht der Fall, hätte man von dort eine wunderbare Aussicht nach drei Seiten.

Etymologie

Der Burgname Reckenberg kommt auch in Hessen vor.

Verwandt ist der Name mit der altdeutschen Bezeichnung RECKE für einen Helden.

Der Name RECKEN = RCM > (C)RCM enthält GRAECUM, graecus = Grieche, griechisch.

Die Griechen in der Troja-Sage hatten große Helden wie Achilles.

Planskizze der Burg Reckenberg bei Signau

Die rot markierten Bereiche im N und NE des Burghügels sind Anrisse. - Der Fahrweg ist grau eingezeichnet. - Der farbige Bereich am SW-Fuß der Motte stellt das untere Plateau dar.

Die Gebäude sind hier weggelassen.

Äquidistanz der Höhenkurven: 10 m

Planskizze: Autor


8.2011