Murten (Freiburg) und Illiswil (Bern)

Weshalb beide Orte den Löwen im Wappen haben

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Ansicht des östlichen Teils der Altstadt von Murten (Kanton Freiburg) von SE

Man erkennt im Vordergrund die Stadtmauer mit mehreren Türmen, in der Stadt selber von links nach rechts das Türmchen des Rathauses, den Turm der Deutschen Kirche und (halb verdeckt) das Dach des Berntors. Hinter dem Städtchen liegt der See, dahinter der Hügelzug des Mont Vully oder Wistenlach, zuhinterst der Neuenburger Jura.

Teleobjektiv-Aufnahme des Autors, 1988


Zur Einleitung

Murten, französisch Morat, ist ein reizvoll am gleichnamigen See gelegenes historisches Städtchen und gehört heute zum Kanton Freiburg (vgl. das Bild).

Illiswil ist ein kleines Bauerndorf westlich von Wohlen, nordwestlich von Bern, an der Strasse nach Aarberg und gehört zum Kanton Bern.

Die beiden Orte sind in einiger Entfernung voneinander. Sie haben aber etwas gemeinsam, nämlich den Löwen im Wappen. - Man kann fast sagen, das muß so sein. Denn die Analyse beweist, daß beide Orte den gleichen Namen tragen.

Murten, ein uneinnehmbares Troja

Murten hat ein einziges Mal in der Geschichte eine Rolle gespielt, nämlich in den "Burgunder-Kriegen". Bekanntlich habe Herzog Karl der Kühne von Burgund mit großer Heeresmacht das Städtchen belagert und während sieben Tagen bestürmt. Endlich sei von Westen ein Entsatzheer der Berner und Eidgenossen gekommen und habe den Feinden am Zehntausend-Ritter-Tag des Jahres 1476 eine vernichtende Niederlage bereitet. - Den Siegern seien dabei kostbare Schätze, die "Burgunderbeute" in die Hände gefallen.

Diese Geschichte ist jedoch eine Mär, wie ich in meiner Analyse der Geschichte der alten Eidgenossen nachgewiesen habe: Bern und die alten Eidgenossen. Die Entstehung der Schwyzer Eidgenossenschaft im Lichte der Geschichtskritik (Norderstedt 2008)

Murten spielt in dieser Burgunder-Geschichte die Rolle eines Troja, also einer stark befestigten, fast uneinnehmbaren Stadt an einem großen Gewässer.

Zu Troja gehört die Zahl sieben. Deshalb muß Karl der Kühne das Städtchen sieben Tage lang bestürmen.

Und die Trojaner besitzen kostbare Schätze. Deshalb machen die siegreichen Berner und Eidgenossen die fabelhafte "Burgunderbeute".

Karl der Kühne ist eine Parallel-Gestalt zu Alexander dem Grossen - mit dem Unterschied, daß er nicht Sieger, sondern Verlierer ist. Auch Alexander der Grosse erbeutet in seinen drei Schlachten gegen die Perser märchenhafte Schätze, eben die "Perser-Beute".

In meinem genannten Buch habe ich die Parallelitäten zwischen Alexander dem Grossen und Karl dem Kühnen in ihren Einzelheiten aufgezählt. - Ebenfalls existiert darüber ein Web-Artikel Alexander der Grosse kam bis Aarberg.

Murten bedeutet Troja

Murten bedeutet nicht nur, sondern heißt auch Troja. Die Namen-Analyse beweist dies.

Der französische Name für Murten ist MORAT. In alten Zeiten zählten bei einem Wort nur die Konsonanten, wie dies noch heute in den semitischen Sprachen ist. Und eine solche Konsonanten-Reihe konnte wie im Hebräischen auch von rechts nach links gelesen werden.

Also ergibt sich:

Murten, französisch MORAT; ergibt entvokalisiert MRT. Die Konsonantenreihe von rechts nach links gelesen liest sich als TRM. Wieder mit Vokalen versehen kommt der lateinische Akkusativ TROJAM des Ortsnamens Troja heraus!

Und damit man sicher sein kann, daß Murten - Morat wirklich Troja bedeutet, haben die Alten (etwa vor ungefähr 400 Jahren) den Namen in eine eigentliche Namen-Landschaft eingebettet. - Auch diese habe ich in meinem Buch analysiert (Die burgundische und trojanische Namenlandschaft bei Murten; in: Mär, 218 ff.).

Hier soll nur ergänzt werden, daß Avenches, das römische Aventicum, 6 km südwestlich von Murten, ebenfalls Troja bedeutet, dort allerdings in der Variante Neapel. Das heutige Avenches hat nämlich auch einen - heute abgegangenen - deutschen Namen Wiflisburg. WIFLIS aber enthält NEAPOLIS, wie ich in meinem Artikel Avenches - Aventicum - Wiflisburg - Neapolis beweise.

Und wo ein Troja oder Neapel sich findet, muß auch ein Vesuv in der Nähe sein. Bei Aventicum und Murten ist es der Mont Vully, auf deutsch Wistenlach, jenseits des Sees.

Montem VISTILIACUM > VESULIANUM = montem VESUVIANUM = VESUV-Berg!

Der Wistenlach am Murtensee von Frieswil am Frienisberg aus gesehen

Aufnahme: Christoph Pfister, 29.6.2004


Der trojanische Löwe von Murten

Die Sagenstadt Troja  hat zwei Namen, neben Troja gibt es auch ILJON oder ILJUM.

Bei Troja ist die Zahl drei enthalten, welche auf die christliche Trinität hinweist.

Ilium oder Ilium hingegen enthält das französische lion = Löwe.

Dort wo Troja vorkommt, ist also auch der Löwe nicht weit.

Östlich außerhalb von Murten liegt der Weiler Löwenberg. - Warum der so heißt, ist also klar.

Die Stadt Murten selbst führt einen aufrecht stehenden und nach links schreitenden gekrönten Löwen im Wappen (vgl. die Abbildung). Der Grund dafür ist also jetzt ebenfalls einsichtig.

Der Löwe im Wappen von Murten

Relief an der Seitenwand des zentralen Brunnens in der Hauptgasse von Murten

Foto: Autor, 4.5.2004


Illiswil - ein Ilium am Fuße eines Priamos-Berges

In meinem Artikel Die heiligen Berge des Bernbiets habe ich eine ganze Anzahl Namen von Bergen, Hügeln und Ortschaften analysiert und deren christliche, jüdische oder trojanische Bedeutung erkannt.

Der Frienisberg, jener mehrheitlich bewaldete Hügelzug nordwestlich von Bern zum Beispiel hat die Bedeutung Priamos-Berg (Priamus, PRIAMUM > PRM > FRM > FRN = FRIENIS). - Priamus ist bekanntlich der Oberkönig von Troja; fast könnte man sagen: der Gottvater jener Stadt.

Und wie bei Murten: Dort wo Troja liegt, müssen auch andere trojanische Namen vorhanden sein. Also gibt es nicht nur einen FRIENIS-Berg, sondern auch ein FRIES-Wil im SW jenes Berges.

Am Fuße eines Priamus-Berges liegt also immer ein Troja.

Nun haben die Alten immer darauf geachtet, nie den gleichen Namen zu setzen. Und mehr noch: Meistens schauten sie darauf, den gemeinten Namen zu verschleiern. Aus Murten - Morat kommt man nicht ohne Weiteres auf Troja. Das war Absicht.

Paradoxerweise ist das Troja am Fuße des Frienisberg - Priamusberg viel leichter herauszufinden. Denn das Bauerndorf ILLIS-Wil westlich von Wohlen enthält ILJON oder ILIUM unverändert.

Nun ist Illiswil keine selbständige Gemeinde. Trotzdem muß irgendwo ein Wappen vorhanden sein, welches zeigt, daß mit dem Ortsnamen der trojanische Ort gemeint ist.

Das kleine Illiswil besitzt nur eine Gastwirtschaft. Diese hat eine mehrhundertjährige Tradition. Also kann man fast erraten, welches Symbol jenes Wirtshaus im Wappen führt. Richtig: Die Wirtschaft von Illiswil heißt zum Löwen und führt den Löwen als Wirtshaus-Schild (vgl. die Abbildung)!

Über den Frienisberg und seine Namenlandschaft habe ich einen eigenen Artikel verfaßt: Der Frienisberg. Eine erstaunliche trojanische und vesuvianische Namenlandschaft nordwestlich von Bern.

Übrigens bedeutet auch Worb Ilium oder Neapel. - Kein Wunder also, daß die älteste Wirtschaft jenes Ortes Löwen heißt. - Man lese darüber den Artikel: Worb: eine Neapel-Burg.

Über die vesuvianischen und trojanischen Ortsnamen in der Schweiz existiert in elektronischer und gedruckter Form:

Der Vesuv ist überall

Das Wirtshaus-Schild des Wirtshauses zum Löwen in Illiswil (Gemeinde Wohlen, Kanton Bern)

Photo des Autors vom 4.5.2004


9.5.2004/20.1.2005, 3.2008