La Feyla (Le Mouret FR): eine Höhenburg am Rande der Freiburger Voralpen

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Der Hügel von La Feyla von Südosten her gesehen

Foto: Autor, 11.8.2013

Im Hintergrund rechts ist Freiburg zu erkennen.


Lage

La Feyla oder La Feyala heißt ein heute ganz bewaldeter Hügel, ungefähr 7 km südöstlich von Freiburg (Fribourg) am nordwestlichen Fuß des Cousimbert (Käsenberg), südöstlich von Oberried in der Gemeinde La Mouret. Auf dem großen, länglichen, in einer ungefähren Nord-Süd-Achse ausgerichteten Plateau finden sich die Spuren einer alten Höhenburg.

Die Kuppe von La Feyla im digitalen Oberflächen-Modell (DOM)

Die nach NE gerichtete, geradlinige Böschung ist deutlich zu erkennen.


Planskizze von La Feyla mit den festzustellenden Orientierungen

Plan: Autor


Beschreibung

Die eigentliche Höhenburg von La Feyla hatte eine dreieckige Form, mit einer etwa 80 Meter langen Grundseite gegen Süden und einer Länge von ungefähr 150 Metern gegen Norden.

Deutlich ist von der Befestigung von La Feyla heute nur noch eine nach Nordosten gerichtete ausgeprägte Böschung zu sehen, an deren Fuß sich die Spuren eines Grabens erkennen lassen. – Auch auf dem Laser-Oberflächenbild (DOM) ist die lange und geradlinige Böschung auffällig (siehe Bild).

Am Ostrand des Burgplateaus von La Feyla, beim Vermessungspunkt 1087,5 m, findet sich ein Findling, der sicher als Positionsstein gedient hat.

La Feyla scheint eine alte Höhenburg und Höhensiedlung gewesen zu sein und war offenbar zur klassischen Burgenzeit schon lange verlassen.

In der Literatur wird von Funden auf der Hügelkuppe von La Feyla berichtet. Genaues aber ist darüber nicht bekannt.

La Feyla in der alten Landvermessung

Die erwähnte markante Böschung von La Feyla hat eine Ausrichtung von ungefähr 40° NE. – Schon vor längerer Zeit hat der Autor erkannt, daß sich von diesem Objekt eine Linie von 42° NE – also einer Drittelung der Sonnenwendachse von 126° - ziehen läßt. Diese Orientierung überfährt zuerst den Schalenstein am Gurten, dann die Schwandiburg bei Deisswil, hierauf die Höhenburg Bantiger (E-Ende) und schließlich das Felsportal Lindenfeld südlich von Krauchthal.

Die Distanz zwischen La Feyla und dem Bantiger beträgt genau 17 keltische Meilen (Leugen), also 37830 m; die Distanz bis Lindenfeld 18,5 Leugen, nämlich 41170 Meter.

Solche Entfernungen und Beziehungen sind nicht zufällig, sondern beweisen das überregionale Konzept der alten Landvermessung.

Der erwähnte Positionsstein von La Feyla selbst ist mit 330° NW nach dem Ost-Tor des alten Aventicum ausgerichtet.

Der Name La Feyla

FEY(A)LA, entvokalisiert und mit der lateinischen Endung M versehen, ergibt PLM. Man ergänzt bei dieser Konsonantenfolge ein abgefallenes N und erhält NPLM, also NEAPOLIM, Neapolis oder Neapel.

Der von allen Seiten markante Hügel von La Feyla sieht wirklich aus wie eine Neapel-Burg. Der Name der alte Höhenburg spricht für das Aussehen.

Bei der Analyse des Ortsnamens La Feyla springt auch die Erkenntnis heraus, daß das deutsche Wort die FEILE ebenfalls auf NEAPEL zurückgeht.