Bern ist pleite - aber glücklich
Stadtpräsident A. Tschäppät im Senkloch: Das Bild hat eine Hinterbedeutung: Die einst stolze Stadt Bern wird politisch und moralisch zu einer Kloake.
Die offizielle Berner Geschichtswissenschaft und Archäologie gehen im Gleichschritt mit der Politik und haben mit ihrer Ideenlosigkeit den faktischen Bankrott erklärt.
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Der Artikel von 2007 hat rege Diskussionen ausgelöst. Auch zu Beginn von 2008 haben sich bereits einige Fachleute zu dem wirtschaftlichen und geistigen Problemfall Bern geäußert.
In der BZ vom 2.2.2008 kritisierte der Chefökonom von Avenir Suisse, Boris Zürcher, den fehlenden politischen und wirtschaftlichen Reformwillen von Bern.
Und in der gleichen Zeitung forderte am 8,3,2008 der Geschäftsführer von Espace Mittelland, Christian Cappis: Wir brauchen neues Bewußtsein (für Bern).
Unter dem Titel Beruhigungszone Bern ist in der Weltwoche Nr. 9 (2007) aus der Feder von Urs Paul Engeler ein Artikel über die aktuelle politische Lage in der Stadt Bern erschienen. Fazit des Beitrages ist: In den fünfzehn Jahren seit 1992 hat die rotgrün dominierte Stadtregierung Bern in eine ausweglose Lage gebracht. Straßenprobleme, Steuerflucht, Gebührenwucher greifen um sich. Die Stadt ist nur noch attraktiv für Drogensüchtige, Alkoholiker, Arme und Auszubildende.
Die Gratiszeitung Berner Bär hat in ihrer Ausgabe vom 6. März 2007 den Artikel unter dem Titel Bern ist pleite - aber glücklich in voller Länge nachgedruckt und die Leser zur Stellungnahme aufgefordert.
Der ganze Artikel ist abrufbar z.B. unter:
Bern ist allerdings für jeden Bewohner und jeden Besucher zu einer Saustadt geworden: Kaum ist man dort, wird man schon von Bettlern angehauen. - Die Drogensüchtigen beherrschen den Ort, besonders die Umgebung des Bahnhofs und die Plattform des Münsters.
Und niemand ist gewillt, etwas gegen das dreckige Gesindel zu unternehmen. Die meisten schauen weg, sowohl Bürger wie Politiker. Bern geht wirklich die Abwasserkloaken hinunter.
Die universitäre Geschichtswissenschaft geht im Gleichschritt zum moralischen und politischen Verfall der Stadt. Mit dem Geschichtswerk Berner Zeiten (Berns mutige Zeit(2003), Berns große Zeit (1999), Berns mächtige Zeit (2006) hat die offizielle Berner Geschichte ihren Bankrott erklärt. Denen fällt nichts mehr ein, als wie gehabt eine fiktive alte Geschichte Berns zu beschwören, die es nie gegeben hat: die Zähringer, die Bubenbergs, die Burgunderkriege, die Reformatoren.
Deshalb habe ich in meinem Buch Bern und die alten Eidgenossen auch ein Kapitel eingefügt: Von Berns grosser zu Berns mutiger Zeit oder der Bankrott der Berner Geschichtsforschung
Vergleiche darüber auch meine Web-Beiträge:
Berns mutige Zeit oder der Bankrott der Berner Geschichtswissenschaft
Die Berner Archäologie könnte ebenfalls aufhören. Sie überbietet sich mit gefälschten Zusammenhängen, unsinnigen Zeitstellungen und verqueren pseudogeschichtlichen Behauptungen:
Also hätten "vor 5000 Jahren" Pfahlbauer am Bielersee gehaust. - Von wo kann man die Zeiten so genau bestimmen!
Und seit 2003 wird behauptet, auf dem Schnidejoch beim Wildhorn, auf 2750 m Höhe, hätte es - ebenfalls "vor 5000 Jahren" einen bedeutenden Paßübergang gegeben. Unter anderem wurden gut erhaltene Lederschuhe und ein ebenfalls perfekt erhaltener Pfeilbogen "gefunden" - richtig hingelegt.
Zum Schnidejoch-Schwindel vergleiche meine Web-Beiträge:
Archäologischer Schwindel am Schnidejoch
Archäologischer Hokuspokus am Schnidejoch
Für die Archäologen und Historiker ist heute alles erlaubt, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Das Publikum schweigt und die gefügige Presse druckt jeden wissenschaftlichen Unsinn getreulich ab, ohne kritische Fragen zu stellen und Einwände zu erheben.
Wer nichts gegen die entfesselten universitären Wissenschaften tut, der macht auch nichts gegen die Usurpierung der städtischen Gassen und Strassen durch Gesindel aller Art.
Bern braucht eine andere Geschichte, eine neue Sicht seiner Vergangenheit.
März 2007, 2008