Ein religiöser Ortsname an der Aare in Bern
Das Dalmazi in Bern: Hier ging Jesus Christus an Land
Ein Dalmatien an der Aare und sein geistesgeschichtlicher Hintergrund
von Christoph Pfister
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Der Dalmazi-Quai an der Aare in Bern
Aufnahme des Autors vom 24.5.1988
Die Ortsnamen von Bern und Umgebung
Seit längerem befasse ich mich mit dem Ortsnamen Bern. Dabei habe ich herausgefunden, daß sich die Stadt nach der trojanischen Sage benannt hat. Darüber lese man den Artikel Bern - ein rechtgläubiges Troja.
Auch in den Ortsnamen des Bernbiets erkenne ich immer mehr eine planmäßige Benennung im christlichen Sinne und zu einer gewissen Zeit, die ich vorsichtig auf etwa vierhundert Jahre vor heute ansetze.
Über die Namen des Bernbiets, besonders seiner Hügel und Berge, lese man den Artikel Die heiligen Berge des Bernbiets.
Doch auch über einzelne Regionen im Bernbiet habe ich unterdessen Artikel aufgeschaltet:
Karl der Kühne kam bis Aarberg, Alexander bis Aspendus
Der Frienisberg: eine erstaunliche religiöse Namenlandschaft nordwestlich von Bern
Eine Gesamtschau über die historischen Ursprünge der Schweiz biete ich in meinem Werk Bern und die alten Eidgenossen. Der Ursprung der Schwyzer Eidgenossenschaft im Lichte der Geschichtskritik.
Dalmazi an der Aare in Bern
Nun wurde ich vor einigen Tagen aus meinem Umkreis an den Orts- oder Flurnamen Dalmazi erinnert.
Dalmazi heißt das rechte Aare-Ufer und der westliche Abhang des Kirchenfeld-Plateaus südlich der Altstadt von Bern. - Die Dalmazi-Brücke verbindet heute diese Seite mit dem Marzili links der Aare.
Marzili kommt von AAR-ZIEL. Dort ankerten die Kähne von Thun und den beiden Seen des Berner Oberlands her.
Ausschnitt aus dem General Plan des Amtsbezirks Bern (1819)
Man erkennt in der Mitte die auf die Stadt Bern zufließende Aare. - Das Marzili ist am West-Ufer angegeben. Das Dalmazi bezeichnet das Ost-Ufer des Flusses, den westlichen Abhang des Kirchenfeld-Plateaus.
Der Ortsname Dalmazi ist durchsichtig: Dahinter muß DALMATIEN, das östliche Küstenland des Adriatischen Meers stecken. - Schon hier bekommen wir einen Fingerzeig: Dem östlichen Meer-Ufer entspricht hier in Bern das Ost-Ufer der Aare. - Das kann nicht Zufall sein.
Die Legende vom venezianischen Söldner
Die Namen der Stadt Bern sind mustergültig zusammengestellt in dem Buch von Berchtold Weber: Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern (Bern 1976), das auch online verfügbar ist.
Darin wird gesagt, daß 1652 der Name Dalmatien in den Akten auftaucht. Die Bezeichnung sei vermutlich auf einen Rückwanderer aus venezianischen Kriegsdiensten zurückzuführen.
Nun waren die Eidgenossen als Reisläufer bekannt. - Trotzdem befriedigt diese Erklärung nicht.
Da hätte also jeder beliebige ehemalige Söldner im Bernbiet die Namen seiner ehemaligen Dienstländer auf einer Flur hinterlassen können. Eine unglaubwürdige Annahme!
Die Ortsnamen wurden von oben gegeben und kamen nicht - wie es eine romantische Auffassung meinen möchte - von unten und durch Zufall zustande.
Die alte Erwähnung spricht besonders dagegen: In jener Zeit beginnt für uns erst die inhaltlich und zeitlich glaubwürdige Geschichte. - Mit dem Ortsnamen Dalmazi = Dalmatien muß es eine andere, eine religiöse Bewandtnis haben.
Julius Caesar = Jesus Christus
Seit Jahren befasse ich mich mit Geschichts- und Chronologiekritik. Als ultimatives Werk ist darüber Die Matrix der alten Geschichte, eine vollständige Neubearbeitung eines bereits 2002 erschienenen Buches herauskommen.
Darin erkenne ich die alten Geschichte vor der Mitte des 17. Jahrhunderts als erfunden. Beweis sind vor allem die Parallelitäten und Duplizitäten, welche in jenen älteren Geschichten vorkommen.
Also gibt es zum Beispiel nicht nur einen, sondern über zwei Dutzend Jesus-Figuren.
Doch schon andere habe wenigstens in Ansätzen solche Verdoppelungen und Vervielfachungen erkannt.
Besonders soll hier das geniale Buch von Francesco Carotta: War Jesus Caesar? (München: Goldmann 1999) erwähnt werden.
Carotta weist durch einen minutiösen Vergleich von klassischen und biblischen Texten nach, daß die Jesus-Figur der Evangelien eine fast wörtliche Übersetzung und Mißdeutung der Geschichte von Julius Caesar, dem Begründer des angeblichen "Römischen Reiches" ist.
Ein paar Vergleiche erkennt auch der Laie:
Caesar wirkt in GALLIEN, Jesus in GALILEIA = GALLIA).
Caesar zieht triumphal in Rom ein, Jesus ebenso triumphal in Jerusalem.
Caesar fällt einem Mordkomplott zum Opfer, Jesus einer ebensolchen Verschwörung.
Caesar wird durch eine Stichwaffe getötet, Jesus ebenso.
Caesar segelt von Italien über das Meer nach Dalmatien = Jesus segelt über das Meer nach Dalmanutha
Um die Anhänger seines Rivalen Pompejus zu besiegen, schifft sich Julius Caesar mit seinem Heer in Brindisi ein und landet an der östlichen Küste der Adria in Albanien oder DALMATIEN.
Das Gleiche tut Jesus. Nachdem er mittels einer wunderbaren Brotvermehrung viertausend Leute gesättigt hat, zieht Jesus mit einem Schiff in den Osten:
Und alsbald stieg er (Jesus) mit seinen Jüngern ins Schiff und kam in die Gegend von DALMANUTHA (Markus, 8, 10).
Einen Ort namens Dalmanutha gibt es im angeblichen Heiligen Land nicht. - Das beweist, daß hier eine Sinngeschichte erzählt wird und die Vorlage von Julius Caesar genommen wurde.
So wie Caesar über die Adria segelt, so der Vogt Gessler mit seinem Gefangenen Tell über den Vierwaldstättersee nach Gersau. Die Tellen-Geschichte ist in Bern erfunden worden. - Auch von dort ergeben sich also Fingerzeige für die alte Bedeutung von Dalmazi - Dalmatien.
Man lese dazu den Artikel: Wilhelm Tell - ein Jesus-Mörder.
Die Aar(e) als heiliges Gewässer, das Marzili und das Dalmazi
Aus solchen Geschichten wurde am Anfang der Geschichte im 17. Jahrhundert Geschichte geformt, die wir paradoxerweise noch heute für glaubwürdig halten.
Dabei wußten die Geschichtenerzähler und Geschichtserfinder was sie schrieben. Sie wollten Erbauungsliteratur, religiöse Legenden bringen, nicht wahre Geschichte darstellen.
Wo ein Name DALMATIEN hingesetzt wurde, hatte dies einen religiösen Hintergrund. Man wollte damit einen Bezug zur Evangeliengeschichte herstellen.
Für Bern, das Marzili und das Dalmazi ist die Geschichte etwa so zu rekonstruieren:
Im Aarziel (Marzili) landeten die Schiffe. Ein solches Fahrzeug hatte auch eine Heils-Bedeutung. Auch Jesus, beziehungsweise Caesar, kamen mit einem Schiff an, um ihre segensreiche Tätigkeit auszuüben.
Die Aare ist für Bern ein heiliges Gewässer. In meinem Artikel Die Hebräer im Bernbiet erkenne ich im Namen AAR das hebräische Wort nahar = (heiliger) Fluß.
Der Lande-Ort der Kähne südlich der Stadt, das Marzili, liegt am westlichen Ufer der Aare. Gleich gegenüber, am Ost-Ufer liegt Dalmatien, das heutige Dalmazi.
Gibt es eine schönere Art, um einem gewöhnlichen Lande-Platz für Schiffe eine religiöse und christliche Aura zu verleihen?
Bern legte am Anfang der Geschichte großen Wert darauf, ein rechtgläubiger Ort zu sein.
Sogar einen eigenen Jesus legte sich Bern zu. Es ist dies der Mönch (und spätere Papst Gregor VII.) HILDEBRAND. - Dieser weilte im Jahre des Heils "1076" für einige Monate im neu gegründeten Kloster Rüeggisberg auf dem Längenberg südlich von Bern.
Vielleicht ist Jesus = Hildebrand nach seinem Aufenthalt in Rüeggisberg mit einer Barke auf der Aare in Dalmatien am Fuße der ruhmreichen Stadt Bern gelandet.
Vielleicht auch wartet heute noch ein gläubiger Mensch auf einer Ruhe-Bank am Dalmaziquai an der Aare in Bern auf die Wiederkunft Jesu!
8.7.2004